Freitag, 15. September 2023

Paraguay wird zum neuen Paradies für Immobilieninvestitionen in Lateinamerika

Der südamerikanische Binnenstaat Paraguay ist das neue Paradies für Immobilieninvestitionen in Lateinamerika und hat damit Uruguay entthront. Das Nachbarland von Brasilien, Argentinien und Bolivien hat in den letzten zwei Jahrzehnten an seiner Entwicklung gearbeitet und neue Investitionen angezogen, indem es eine solidere, stabilere und sicherere Wirtschaft durch günstige Handelsmaßnahmen erreicht hat, die die Preise für Exportprodukte in die Höhe trieben. Und das mit Wirtschaftswachstum und einem niedrigen Steuersystem als Köder. Eine der Branchen, die in den letzten drei Jahren am stärksten gewachsen ist, ist der Immobiliensektor, der für den Wohn- und Industriesektor sehr attraktiv ist. Vertreter der paraguayischen Industrie erklärten, dass die Motivation von Unternehmen und Privatpersonen, in den letzten 10 Jahren in das Land zu investieren, in dem durchschnittlichen Wachstum von 4 % des BIP, der nahezu Verdoppelung des Pro-Kopf-Einkommens und dem attraktiven Steueraufkommen von 10 % Mehrwertsteuer und 10 % Einkommenssteuer liegt.

Paraguay hat mit mehreren Ländern Abkommen zur Beseitigung der Doppelbesteuerung geschlossen, was die Möglichkeit des Zugangs zu neuen Entwicklungen wirklich attraktiv macht. Außerdem haben sich die bürokratischen Verfahren von 35 Tagen auf maximal sieben Tage verkürzt. Dies hat „eine Art Immobilienexplosion ausgelöst, mit der Schaffung von Luxusvierteln und Vierteln mit hoher Rentabilität, mit vielen Steuervorteilen für die Märkte mit Doppelbesteuerungsabkommen“, so die Analyse von Branchenexperten. Paraguay ist es demnach gelungen, Uruguay als Immobilienattraktion zu entthronen, obwohl das kleinste spanischsprachige Land Südamerikas über Stabilität, niedrige Inflation, klare Regeln, Kontinuität und Vorhersehbarkeit bei Investitionen verfügt.



Mittwoch, 6. September 2023

Feuer vernichtet große Schilfflächen im Titicacasee

 Ein Feuer im Schilfgebiet des Titicacasees in Puno (in der Nähe von Los Uros) verwüstet seit dem vergangenen Wochenende eine große Anzahl von Hektar Schilf und auch die örtliche Tierwelt ist betroffen. Bürger, Mitarbeiter des Zivilschutzes der Gemeinde Puno, Feuerwehrleute und andere bemühen sich nach Kräften, das Feuer einzudämmen. Die Ursachen des Brandes sind bisher nicht bekannt; die Einheimischen gehen jedoch davon aus, dass der Brand, wie schon so oft, von skrupellosen Menschen verursacht wurde. Der Präsident der Asociación de Pueblos Originarios Conservacionistas los Recursos Naturales (APOC), Edgar Cahui, prangerte die katastrophale Situation an. „Es gibt eine schamlose Vernachlässigung des Titicaca-Nationalreservats. Wir werden den Weg der Verhandlungen über die Ausrufung des Notstands gehen“, klagte er.

Der „Lago Titicaca“ liegt auf 3.821 Metern über dem Meeresspiegel. Er ist der höchste kommerziell schiffbare See der Welt und der zweitgrößte in Lateinamerika – nur übertroffen vom Maracaibo-See in Venezuela. Das Gewässer liegt im Hochland der Anden an der Grenze zwischen Peru und Bolivien, mehr als 25 Flüsse münden in den Titicacasee und der See hat 41 Inseln, einige dicht besiedelt.



Samstag, 2. September 2023

Volkszählung: Paraguays Bevölkerung liegt unter den Prognosen

 Paraguays Nationales Institut für Statistik (INE) hat am Donnerstag (31.) seine vorläufigen Schlussfolgerungen/Ergebnisse zur letzten Volkszählung des Landes veröffentlicht. Demnach wird die Gesamtbevölkerung des südamerikanischen Binnenstaates 6.109.644 Personen (3.078.994 Männer und 3.030.650 Frauen) betragen und damit deutlich hinter den Prognosen von 2015 zurückbleiben, die für das Jahr 2022 7.453.695 Einwohner vorsahen, hieß es in Asunción. Insgesamt wurden im Nachbarland von Brasilien, Argentinien und Bolivien 2.109.864 Wohnungen gezählt.

INE-Direktor Iván Ojeda erklärte auf einer Pressekonferenz, dass die Volkszählung 2022 den Abwärtstrend bei der Geburtenrate bestätige, da die Prognosen eine höhere Zahl von Frauen im Land voraussagten, als die Ergebnisse erwarten ließen. In Bezug auf die Lebenserwartung sagte Ojeda, dass eine Aktualisierung nach der Covid-19-Pandemie einen Rückgang von 75,5 auf 74,2 Jahre ergeben habe, womit die Berechnungen von 2015 erneut verfehlt wurden. Ojeda wies auch darauf hin, dass mehr Paraguayer auswanderten, als ins Land gekommen sind, was aber immer noch über den Erwartungen liegt.

Darüber hinaus ergab die IV. Nationale Volkszählung der Indigenen, dass landesweit insgesamt 140.206 Einwohner einer der 19 indigenen Gemeinschaften angehören, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 117.150 Indigenen im Jahr 2012. Dieser Anstieg ist vor allem auf Verbesserungen in der Erhebungsmethodik zurückzuführen. Die bevölkerungsreichsten indigenen Völker in Paraguay sind die Mbya Guaraní (27.853 Menschen), die Ava Guaraní (22.235) und die Nivaclé (17.845).



Freitag, 25. August 2023

Zunehmende Unzufriedenheit: Argentinien erlebt Plünderungswelle

 In den letzten Tagen hat eine Welle von Plünderungen und Überfällen auf Supermärkte die Argentinier an die Szenen erinnert, die das Land während der Hyperinflation von 1989 und der Krise von 2001 und 2002 erlebte, und das in einer Zeit, in der mehr als 40 Prozent der argentinischen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben. Die Vorfälle in den Provinzen Buenos Aires, Mendoza, Córdoba, Neuquén und Río Negro haben den ohnehin schon turbulenten Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen am 22. Oktober weiter erschwert, so dass die Kandidaten sogar von einem Belagerungszustand sprachen. Die Regierung von Präsident Alberto Fernández erklärte, sie wisse immer noch nicht, ob eine Organisation hinter den Anschlägen stecke, obwohl es in der Casa Rosada unterschiedliche Einschätzungen zu den Ereignissen gab. Sicherheitsminister Aníbal Fernández versicherte, dass die Regierung noch keine konkreten Daten habe. Die Sprecherin der Casa Rosada, Gabriela Cerrutti, beschuldigte jedoch die vom rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten Javier Milei gegründete und geführte Partei „La Libertad Avanza“, „eine Welle von Massenüberfällen“ zu fördern.

Im ganzen Land wurden rund 200 Personen festgenommen. In der Provinz Mendoza erklärten die Behörden, die Taten seien von „organisiert handelnden Straftätern mit Beteiligung von Minderjährigen“ begangen worden. In der Provinz Buenos Aires erklärte Gouverneur Axel Kicillof, der sich um die Wiederwahl bewirbt, dass „die Einwohner nicht in nennenswerter Weise beteiligt waren“, und versuchte, den Gedanken an eine spontane Aktion von Menschen, die hungern, zu verwerfen. Die Präsidentschaftskandidatin Patricia Bullrich vom Oppositionsbündnis „Gemeinsam für den Wandel“, die im Falle ihrer Wahl Ordnung und Sicherheit verspricht, warf der Regierung Fernández vor, die Kontrolle verloren zu haben und sagte, dass die Möglichkeit eines Belagerungszustandes nicht ausgeschlossen werden sollte.

Während sich Regierung und Opposition gegenseitig beschuldigen, haben einige soziale Bewegungen behauptet, an Plünderungen beteiligt gewesen zu sein. Der Aktivist Raúl Castells, der in der Krise von 2001 eine Schlüsselrolle bei den sozialen Demonstrationen gegen die Regierung des ehemaligen Präsidenten Fernando de la Rúa (1999-2001) spielte und seitdem die „Unabhängige Bewegung der Rentner und Arbeitslosen“ leitet, hat zugegeben, dass er den Diebstahl von Lebensmitteln aus Supermärkten in der Provinz Buenos Aires organisiert hat.

„Die kriminelle Tatsache ist, dass Lebensmittel unerschwinglich sind. Es ist ein Affront gegen die Menschen in Argentinien“, so Castells. Ihm zufolge „stiehlt niemand etwas“. In Mendoza, Córdoba, Neuquén, Santa Fe, Corrientes, Chaco und in der Bundeshauptstadt gehen die Menschen auf die Suche nach Lebensmitteln auf die Straße, „und wenn sie keine finden, sagen wir, die wir zu dieser Bewegung aufgerufen haben, ohne Geld zu stehlen, ohne etwas kaputt zu machen, nehmt, was ihr könnt [aus den Supermärkten]. Wir sagen der Regierung, dass dieses Problem innerhalb von 24 Stunden gelöst sein wird, wenn sie Lebensmittel liefert. Wenn sie es nicht tun, werden wir wieder zu 1989 oder 2001 zurückkehren“, betonte Castells. Nach den Vorfällen richtete die Regierung ein einheitliches Polizeikommando gegen Plünderungen ein und schloss jede Möglichkeit aus, drastischere Maßnahmen zu ergreifen, wie sie Bullrich gefordert hatte.

Samstag, 24. Juni 2023

Kanada öffnet sich für Rindfleisch aus Paraguay

Paraguays Rindfleischproduktion wird ab September in Kanada willkommen sein. Dies kündigte Präsident Mario Abdo Benítez am Donnerstag (22.) in Asunción an. „Gute Nachrichten! Kanada öffnet seinen Markt für paraguayisches Fleisch ab September 2023. Meine Glückwünsche an den nationalen Produktionssektor und an alle staatlichen Stellen, die daran gearbeitet haben, dieses Ziel zu erreichen“, schrieb Abdo auf Twitter. Paraguays Nationaler Dienst für Tiergesundheit und -qualität (Senacsa) teilte mit, dass die kanadische Lebensmittelaufsichtsbehörde (CFIA) einen positiven Abschlussbericht über das erste Vor-Ort-Audit des paraguayischen Rindfleischinspektionssystems und der Hygienekontrollen im Jahr 2022 veröffentlicht hat. „Die Ergebnisse des Audits haben gezeigt, dass das Rindfleischinspektionssystem mindestens das gleiche Schutzniveau bietet wie das des Safe Food for Canadians Act und der Safe Food for Canadians Regulations“, so die Behörde in einer Erklärung. Die kanadische Inspektion ergab, dass Paraguay über angemessene Tiergesundheitskontrollen verfügt.

„Wir beglückwünschen und danken allen an diesem Prozess beteiligten Sektoren und bekräftigen die Verpflichtung der Erzeuger, der Industrie und der nationalen Regierung, ein robustes und zuverlässiges Veterinärsystem zu fördern und aufrechtzuerhalten“, so Senacsa weiter. Unterdessen wurde berichtet, dass die Exporte von paraguayischem Mais im letzten Monat um 67,8% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Laut dem Außenhandelsbericht der paraguayischen Kammer der Getreide- und Ölsaatenexporteure und -händler (Capeco), der am Donnerstag veröffentlicht wurde, erreichten die Verschiffungen zwischen Januar und Mai 500.889 Tonnen, 202.469 Tonnen mehr als in den ersten fünf Monaten des Jahres 2022, was einem Wert von etwa 123 Millionen US-Dollar entspricht, über 40 Millionen US-Dollar mehr als die 82,7 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die gesamte Ernte 2023 wurde auf dem Landweg exportiert, wobei 78 % der Lieferungen nach Uruguay und der Rest nach Brasilien gingen.                                                                                                                                                                        


Dienstag, 30. Mai 2023

IBERIA fliegt wieder nach Paraguay

Die spanische Fluggesellschaft Iberia hat von der nationalen Zivilluftfahrtbehörde (DINAC) die Genehmigung zur Durchführung regelmäßiger kommerzieller Passagier- und Frachtflüge zwischen Spanien und Paraguay erhalten. Dies gab die Botschaft des Königreichs Spanien in Asunción bekannt. Die Airline wird das Datum der Aufnahme der Dienste, die Frequenzen, die Flugpläne und die Art der Flugzeuge für die Strecke zwischen Madrid und Asunción in Kürze mitteilen, einschließlich der Angabe, ob es Zwischenstopps geben wird oder ob andere Ziele später angeflogen werden. Derzeit bietet Air Europa mit hochmodernen Boeing 787 Dreamliner-Flugzeugen täglich Direktflüge von Madrid nach Asunción und weiter nach Córdoba (Argentinien) an. Die Verbindung wurde 2015 eingerichtet und ist bis heute ein wirtschaftlicher Erfolg für Air Europa, die einzige Gesellschaft, die Flugdienste zwischen dem alten Kontinent und der paraguayischen Hauptstadt anbietet.

Es ist bemerkenswert, dass Iberia an einer Rückkehr nach Paraguay interessiert ist. Interessanterweise besitzt die IAG (International Airlines Group), Eigentümerin von Iberia, British Airways, Aer Lingus, Level und Vueling, bereits 20 % von Air Europa. Im Februar dieses Jahres schloss sie die Übernahme der verbleibenden 80 % der Aktien von Air Europa ab und erlangte damit die vollständige Kontrolle über die Fluggesellschaft Grupo Globalia. Somit wird die Präsenz in Asunción nach Abschluss der Übernahme bedeuten, dass zwei ihrer Marken, Iberia und Air Europa, gleichzeitig operieren. Wenn Iberia in den paraguayischen Markt eintritt, wird es das erste Mal in der Geschichte sein, dass zwei spanische Fluggesellschaften gleichzeitig in Paraguay tätig sind, was das hohe Passagieraufkommen zwischen beiden Ländern unterstreicht.

Geschichte der Flüge zwischen Spanien und Paraguay

Der erste Iberia-Flug nach Asunción fand am 1. Juli 1966 statt. Damals startete der Flug von Madrid aus mit Zwischenlandungen in Teneriffa (Kanarische Inseln), Rio de Janeiro und São Paulo (Brasilien) mit Flugzeugen vom Typ Douglas DC-8 im wöchentlichen Rhythmus. Es ist wichtig zu erwähnen, dass es zu dieser Zeit weder die heutige Technologie gab, die Direktflüge von Europa nach Südamerika ermöglichte, noch war die Nachfrage groß genug, um dies zu rechtfertigen. Iberia setzte die Flüge nach Asunción bis 1996 fort, wobei verschiedene Flugzeuge eingesetzt und Zwischenlandungen stattfanden, darunter die große Douglas DC-10 und die kleine Douglas DC-9, die von Buenos Aires (Argentinien) und São Paulo aus verkehrten, um diese Flüge mit Madrid zu verbinden. Iberia hat nie Direktflüge von Madrid nach Asunción durchgeführt.

Eine weitere Frage, die noch zu klären ist, ist, welches Flugzeug für die Strecke Madrid – Asunción eingesetzt wird. Iberia betreibt Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A330-200, A330-300 und A350-900XWB. Die Ankündigung des Unternehmens bleibt abzuwarten. Zweifellos wird die Rückkehr von Iberia (oder ihrer Low-Cost-Tochter LEVEL?) nach Paraguay ein wichtiger Meilenstein für die Anbindung des südamerikanischen Binnenstaates sein. Außerdem wird dadurch die Führungsposition von Iberia in Lateinamerika weiter gestärkt, da ein zusätzlicher Markt mit einer eigenen Fluggesellschaft hinzukommt.



Donnerstag, 2. März 2023

Untypisch hohe Zahl von Todesfällen durch Chikungunya in Paraguay

 In der letzten Woche meldete Paraguay 5.000 bestätigte Chikungunya-Fälle und insgesamt 28 Todesfälle, vor allem bei Kindern unter einem Jahr und älteren Erwachsenen. Das Epizentrum der Epidemie liegt in Asunción und den Bezirken des Departements Central, obwohl sie sich bereits auf andere Departements des Landes wie Paraguarí, Cordillera, Itapúa und andere ausbreitet. Der Direktor der Gesundheitsüberwachung, Guillermo Sequera, erklärte, dass derzeit jede Woche landesweit 5.000 Fälle von Chikungunya gemeldet werden. „Im Jahr 2015, als die Krankheit im Land begann, wurden 500 Chikungunya-Fälle pro Woche gemeldet, aber der Spitzenwert erreicht derzeit 5.000 Fälle pro Woche, das Zehnfache davon, was nicht mehr ein kleiner Ausbruch, sondern eine epidemische Situation ist“, betonte er auf der wöchentlichen Konferenz zur Aktualisierung der Daten. Er stellte klar, dass es sich bei den wöchentlich gemeldeten 5.000 Fällen um laborbestätigte Fälle handelt, die von Patienten stammen, die sich in Gesundheitszentren behandeln lassen. Er warnte jedoch, dass die Zahl der Fälle höher sein könnte, da es Menschen gibt, die nicht in Krankenhäuser gehen, um eine Diagnose durch Tests zu erhalten. Dem Bericht zufolge treten mehr als 90 % der Fälle in der Metropolregion Asunción auf, zu der auch die Bezirke des Departements Central gehören. In dieser Woche werden jedoch bereits Fälle aus fast allen Departements des Landes gemeldet, so Sequera. „Dengue ist ebenso im Umlauf wie Chikungunya. In den letzten drei Wochen hatten wir fast 230 Fälle von Dengue und mehr als 12.000 Fälle von Chikungunya“, fügte er hinzu.

Atypisch hohe Sterblichkeitsrate

Paraguay hat bisher 28 Todesfälle durch Chikungunya verzeichnet, darunter sechs Kinder und ein Mädchen unter einem Jahr sowie zwei Fälle von Menschen zwischen 30 und 39 Jahren, die an chronischen Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und anderen litten. „Die Todesfälle ereignen sich meist zwischen dem vierten und siebten Tag des Krankheitsverlaufs. Sie werden krank und am vierten, fünften, sechsten oder siebten Tag (sterben sie). Das ist der Zeitpunkt, an dem der Großteil der Todesfälle auftritt, mit anderen Worten, in der ersten Woche der Krankheit treten die schwersten Symptome und Todesfälle auf“, so Sequera. Er erklärte, dass die Sterblichkeitsrate aufgrund von Chickungunya, die derzeit im Land zu verzeichnen ist, völlig untypisch ist, weshalb die Behörden des Ministeriums für öffentliche Gesundheit die Weltgesundheitsorganisation um Unterstützung gebeten haben, um Experten zu entsenden, die das Verhalten der Krankheit analysieren sollen.

„Sie sind besorgt, weil sie der Meinung sind, dass nicht so viele Menschen sterben sollten. In Brasilien gibt es viel mehr Fälle von Chickungunya, aber keine Todesfälle. Das WHO-Team ist noch im Land und trifft sich heute mit dem Minister, um ihm den Abschlussbericht zu übergeben“. Schließlich kündigte Sequera an, dass die Direktion für Gesundheitsüberwachung des Gesundheitsministeriums diesen Freitag eine Warnung herausgeben wird, um die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass Todesfälle durch Chickungunya im Land atypisch sind. Was die Zahl der hospitalisierten Fälle betrifft, so gab Sequera an, dass sich 215 Patienten in Krankenhäusern befinden und diese durch Labortests bestätigt wurden. Davon befinden sich 36 Patienten auf der Intensivstation, 15 davon sind Kinder unter einem Jahr. „Die Hälfte der hospitalisierten Fälle sind sehr junge Kinder. Das andere große Segment der hospitalisierten Patienten sind Erwachsene über 55 Jahre, wobei das größte Segment die über 80-Jährigen sind“, erklärte er.